Donnerstag, 26. Mai 2011

alte Liebe = neue Liebe?

Da wird man ganz schnell zum Wiederholungstäter, nach so ein paar Enttäuschungen aus dem Buchregal. Daher lese ich gerade "die Päpstin" ein zweites Mal. Das war einfach schön. Und dann noch den 6. Band der Ayla - Menschenkindersaga von Jean M. Auel, auch wenn von Anfang an klar war, dass hier nix Neues passiert...naja, es ist ein bisschen wie warmer Kakao zur Winterszeit, es wärmt von Innen.

Gestern hab ich seit langer Zeit mal wieder einen Klassiker geschaut...Charlie Chaplins "the Great Dictator". Der Tanz mit der Weltkugel und die Rasierszene zu den ungarischen Tänzen: Grandios! Gegen Ende wars mir dann aber zu pathetisch und kalt...es war ein schönes Draußenkino auf Bierbänken, da macht der Rücken halt leider nicht mehr so mit.

Die 6 Folge von Fußball nach Plan ist abgenommen und somit kommen die Urlaubspläne nun richtig in Gang. Hm, stellt sich natürlich die Frage...welche Bücher mit auf die Reise bzw. den kleinen Ausflug nehmen???
Da hab ich mir gleich mal ein schön schweres Hardcover über einen US-Reisenden gekauft. Plus vll noch nen Roman und nen chilligen Krimi. Nachdem ich nun auf den Geschmack gekommen bin und nun auch den zweiten Bruno-Krimi "Gran Cru" und den zweiten Hunkeler "Hunkeler macht Sachen" gelesen hab. Und dann noch den italienischen Juristenkrimi "a walk in the dark" von Gianrico Carofiglio entdeckt. Hat so viele persönliche Eindrücke mit drin...gut gut gut

Was gabs noch..Paper Hearts eine Mockumentary über ein Mädchen, dass nicht an die Liebe glaubt und sich dann vor der Kamera verliebt, jaja. Aber der Michael Cera war toll, wie immer.
Und dann sah ich noch "the Runaways" groß angepriesen mit den Twilightstars Kristen Stewart und Dakota ?? War soso lala. Dann gabs noch "A Film with me in it", so irisch Independent, aber der Plot war zäh und zu wenig Nähe an die Figuren heran. Und dann noch den FIlm mit Naomi Watts und Sean Penn über die CIA-Agentin, die enttarnt wird..Mist, auch hier ist der Name weg...hat mir aber gefallen. Ich mag diese US-Geheimorganisations-Actionfilme (dieser hat mich an the Interpreter erinnert).

Musik: ZAZ!

Zeitschriften: Ich mag "DAS Magazin"

Siri Hustvedts "the shaking woman" ist mir leider zu hoch. Ich komm da nicht mit...schade...ich muss einfach einen Roman von ihr lesen.

Sonntag, 1. Mai 2011

Hunkeler oder Bruno

Ich bin eigentlich kein Krimileser, aber ich warte schon so lange auf einen richtig guten, langen Roman nach meinem Geschmack, dass ich mir die Zwischenzeit eben mit Krimiliteratur vertreibe. Deshalb habe ich jeweils die ersten Bände von zwei hochgelobten und vielbeworbenen Krimiserien gelesen. Zum einen den schweizer (basler) Kommisär Hunkeler von Hansjörg Schneider und zum anderen den Bruno, chef de police von Martin Walker.

Hm, Ergebnis...beide ok. In der Schule wohl 2 (+ oder -) irgendwas um den Dreh. Gutes Lokalkolorit, genug kleine Macken und Eigenheiten der Charaktere, so dass man diese kennenlernt und weiß, dass da noch viel Spannendes verborgen ist.
Aber: Beide Autoren haben nicht wirklich viel gewagt. Es war alles so sicher und vorsichtig. So amüsant pussierlich. Fast schon zu bekannt in der Machart (und ich lese ja wie eingangs erwähnt eigentlich gar keine Krimis).

Ansonsten waren diese Woche noch zwei Leipziger Klassiker auf meinem Terminplan vermerkt: Das Kurzsüchtig Filmfestival in Leipzig und der Spinnerei Rundgang.
Leider hab ich erst am letzten Tag vom Filmfestival erfahren, daher hab ich nur noch die Sparte der Fiktion-Filme mitbekommen. Die sechs Filme waren relativ lange für Kurzfilme z.T. 20 min. Einer war besonders beeindrucken, der Publikumsliebling des Abends (leider fällt mir der Titel nicht mehr ein), aber die Regisseurin hieß Lena Liberta (bin gespannt, was von ihr noch zu sehen sein wird...) ha, gegoogelt: Wie ein Fremder.
Mein Kollege hat auch was zum Feiern gehabt, denn seine Produktion Atropos wurde mit dem Jurypreis ausgezeichnet.

Die größte Freude des Wochenendes war für mich aber: Flohmarkt und Seifenkistenrennen in Weimar...ach Weimar...du schöne grüne Gartenstadt

Donnerstag, 14. April 2011

ALLES neu 2011

Der letzte Eintrag war im Juli. Da habe ich mich auf das Volontariat für "Goodbye Deutschland" vorbereitet...hm....was bis jetzt geschah:
- es wurde ein dreimonatiges Praktikum mit Aussicht auf Volontariat. Durfte aber in der Autorenwohnung wohnen und bekam auch bescheidenes Gehalt
- danach das Angebot für ein Volontariat, allerdings nicht bei 99pro, sondern einer neuen Produktionsfirma. Dort durfte ich als Junior Producer einsteigen
- seit Dezember bin ich also Mädchen für alles. Büroeinrichtung, Organisation von Drehs und Produktion, Recherche für aktuelles Fußballprojekt und zukünftige Projekte
- Januar gabs viele Leute zum kennenlernen bei Branchentreffs und Veranstaltungen
- Februar dann die Berlinale, habe drei Filme schauen können. The Guard (zynisch böse, 1o von10 Punkten), The Bengali Detectives (dokumentarisch, lustig, brutal, 8 von 10 Punkten) und Caren cries on the bus (sentimental, sweeet, 6 von 10 Punkten)
- ab März dann sehr viel Drehstress und dasselbe gilt für April und dazu kommen, Produktionsschwierigkeiten durch fehlende Technik und den mangelnden Support unserer Protas...ach ja, so sieht also Film- und Fernsehalltag aus..hm

warum ich Zeit habe das zu schreiben? Bin krank vor lauter rum gerenne. Auszeit dringend gesucht.

Vielleicht finde ich dann auch endlich die Muße, mal wieder mehr zu lesen und Filme zu schauen. Eine der wenigen positiven Entdeckungen war "How I met your mother"

Freitag, 2. Juli 2010

Internetempfehlungen

Keine Angst, ich fange nicht an, die Empfehlungssysteme aus dem Netz zu bewerten, obwohl ich es immer ganz kurios finde, was für Bücher Amazon.de mir andrehen möchte. Oder wenn Facebook behauptet. Leute die "Shawshank Redemption" mögen, die mögen auch "The Usual Suspects". Welche Parameter sind für ein solches Ergebnis entscheidend? Denn es stimmt, bei mir zumindest...

Ich habe von einem unbekannten User auf Facebook das Buch "The Magus" von John Fowles empfohlen bekommen und mir auch gekauft, allerdings antiquarisch, weils nicht mehr aufgelegt wird. Und nun hab ich die ersten 50 Seiten ganz genüßlich gelesen, aber jetzt gehts nicht weiter. Die Story wird auf einmal ganz verschroben und surrealistisch. Da musst ichs erst mal zur Seite legen. Warum will sich jemand einfach so aus dem Nichts heraus umbringen?

Habe kürzlich "Die Einsamkeit der Primzahlen" von Paolo Giordano empfohlen bekommen, welches ich schon vor ein paar Monaten gelesen hatte, aber nie auf diesem Blog verewigt hatte. Aber es gehört definitiv als positives Leseerlebnis auf die Seite der guten Dinge, die es zu konsumieren gibt.

Ansonsten habe ich die letzten Tage wieder viel Drehbuchliteratur konsumiert, dieses Mal allerdings nicht von theoretischen Betrachtungen begleitet, sondern hands on. Denn ich bin dabei ein Doku-Drehbuch zu schreiben (obwohl ich immer noch nicht so recht den Schimmer hab, wohin die Fahrt geht). Denn ich will ein Volontariat in einer TV-Redaktion ergattern und diese produzieren "Goodbye Deutschland". Daher habe ich mich die letzten Tage auch ausgiebig in Auswandererforen rumgetrieben und Ausgewanderte aufspüren wollen. Doch die Ergebnisse sind geringer als ich erwartet hatte. Wo sind denn all die prostituierenden Mediennutten hin?
Besonders hilfreich beim Brainstorming und Vorformulieren waren bisher von Christina Kallas "Kreatives Drehbuchschreiben" und von Ulla Mothes "Dramaturgie".

Eine besondere Entdeckung der letzten zwei Wochen war die englischsprachige Ausgabe "It´ll make a man out of you" - The Mary Beth Stories of Robert Lowry aus dem Heinz Wohlers Verlag. Leider sind es nur drei Kurzgeschichten, aber die haben es in sich. Im Mittelpunkt stehen verletzliche Lolita-ähnliche Fraumädchen mit großen Träumen, die in einer harten Umwelt zurecht kommen müssen. Muss unbedingt noch mehr von Lowry lesen und unbedingt im Original, denn seine Sprache ist bezaubernd.

Es gab auch ein paar Filme...insbesondere schnell ins Kino in "Troubled Water". Hinterher brauch man zwar ne warme Dusche (ja, auch bei diesen sommerlichen Temperaturen) oder gleich eine Therapiestunde mit Gruppenumarmung, denn dieses Drama hält lange nach und ist ein ganz intensives Kinoerlebnis.
Außerdem hab ich zum ersten Mal Hitchcock geschaut und zwar "das Fenster zum Hof". Nette Dialoge zwischen James Stewart und der Krankenpflegerin, doch der Rest war relativ unspannend. Ich weiss noch, dass ich das Remake mit Christopher Reeves sehr viel aufregender fand.
Zur freudigen Unterhaltung und weil ich nach dem enttäuschenden "Tiefseetaucher" von Wes Anderson was Gutes von ihm schauen wollte, gabs "Rushmore" mit Jason Schwartzman und Bill Murray.

Und damit ich ganz billig nach Indien auf ein Mobiltelefon telefonieren konnte, hab ich mal das Skype-Guthaben aufgeladen und das Online-Telefonieren getestet...mit relativ gutem Erfolg. Die Ergebnisanalyse von Skype nach dem Telefonat war irgendwie lustig: "Ihr PC ist langsam" - Ach neee, erzähl mir was Neues!

Sonntag, 20. Juni 2010

china neu entdeckt und filmdreh in weimar

Nachdem ich mich bisher nicht sonderlich für asiatische Länder und Sitten interessiert habe, hat sich das nach der Lektür von Simon Winchesters Buch "Bomb, book and compass" ein wenig ändern können. Die größte Faszination, die ich beim Lesen aber eigentlich entwickeln konnte, war die zur Person Joseph Needhams. Ich bin immer wieder von Menschen beeindruckt, die sich mit ganz unterschiedlichen Themen, Menschen und Dingen umgeben und nicht im alltäglichen Trott gefangen sind. Universalgenies sind wahrlich selten und in diese Kategorie würde ich ihn vielleicht sogar mit einschließen.

Eine weitere Entdeckung ist der Philosoph Wilhelm Schmid, der in Weimar einen wunderbaren Vortrag zum Thema "Kommt Kunst von Können?" gehalten hat. Dabei ging es um das Leben und vor allem die Liebe und deren Gesetzmäßigkeiten, die sich auch auf den Kunstprozess anwenden lassen. Das schönste der Veranstaltung war die anschließende Fragestunde, die für viele Kunststudenten wie eine therapeutische Erlösung anmuten musste. Herr Schmid war dabei beinahe zu einem Übervater geworden, der sich allen Seelennöten seiner kreativen Hörerschaft annahm und alle in einer nachdenklichen aber auch sehr positiven Grundstimmung verabschiedete...

Um endlich selbst etwas zu gestalten bzw. mitzugestalten, habe ich die letzten vier Wochen als Aufnahmeleitung für den kleinen studentischen Kurzfilm "Nie mehr Mäh" verbracht. Wow, Filmen ist ganz schön viel, nämlich anstrengend und lustig, schlafentziehend und aufregend, manchmal langweilig, meistens aber einfach nur die ganz gewöhnliche Chaotik der menschlichen Gefühlswelt komprimiert auf wenige Stunden. Und nun hab ich wieder nix zu tun, außer bewerbungen zu schreiben und in eine ungewisse Zukunft zu blicken und zwischendurch natürlich die WM zu glotzen. Eigentlich herrliche Aussichten...lucky me.

Mittwoch, 26. Mai 2010

alles schon mal geschrieben

Da ich bereits schon den ganzen Blogeintrag fertig hatte und dann irgendeine bescheuerte Taste gedrückt hab und nix mehr rückgängig zu machen war, gibts jetzt die Kurzfassung (auch als Computer-Poesie) bezeichnete Version.

1. der fantastische Mr. Fox - großartig
2. Das menschliche Herz von Irvin Yalom über seinen Freund den Herzchirugen Bob Berger = Mogelpackung. Kurze Anekdote, die durch eine lieblose Biografie zum Autor aufgemotzt wurde, damit sich der Verlag irgendwie dafür rechtfertigen kann, dass Ganze als Buch anzubieten. Das geht in Onlinezeiten doch ganz anders: a) als Freigabe bei einer Onlinebestellung oder b) als Anreiz für ibook-Kunden oder c) als Marketing-Kampagne um Kunden auf die Verlagshomepage zu leiten
3. Angst essen Seele auf - sehr gute Schauspieler, aber sehr viel Klischee im Drehbuch. Fassbinder ist mir zu steif
4. "Tage wie diese" von Maureen Johnson, John Green und Lauren Myracle war ein Vorbereitung für die bald anstehenden Besuche der Verlagsvertreter. Das Buch ist definitiv schön für viellesende Mädchen von 10 aufwärts, deren Welt sich um Liebe und Freundschaft dreht. Aber für die gibts auch noch massenhaft andere Lektüre...Und obwohl ich ein ganz großer Fan von John Greens Blog bin muss ich sagen, dass sein Storybeitrag auch noch äußerst flau ausfällt. Das Ende war so hervorsehbar.
5. Noch ne Animationsfilmentdeckung meinerseits - Mary and Max (weiss leider nicht, obs den Film auch auf Deutsch gibt). Sehr liebevoll, aber auch ein wenig deprimierend.
6. JA, auch mal Theater - DNT Weimars Inszenierung von Kabale und Liebe ist gelungen - zumindest trifft es meinen Geschmack, wenn es um die Schauspieler und die Deko geht (spärlich, weise Luftballons, Drehbühne und eine Leinwand) Doch singen sollte niemand. Die Musik klingt wie bei Amelie, aber es passt.

- nun noch zur Lotte in Weimar: Verdammt anstrengend und Dialoge, die keinen wirklichen Sinnzusammenhang haben, oder hab ich den nötigen Kontext nicht? Es würde mich sehr wundern, sollte ich das Buch wirklich noch weiter, geschweige denn fertig lesen.

Dienstag, 18. Mai 2010

Ingmar Bergman und Carson McCullers

Gestern gabs ganz schön schwer verdauliche Kost in Film und Buch. Bei dem Titel "Die Ballade vom traurigen Café" gestehe ich, darf man sich bei vorkommender Melancholie nicht wundern. Doch noch viel verstörrender wirkte sich Bermans "Persona" aus. Ich weiß immer noch nicht, wo ich anfangen soll, denn Film einzuordnen, zu verstehn, zu interpretieren etc. Schon allein die eingangs gezeigten Bilderschnippsel (Penis, Kreuzigung, Schafsgeburt?). Und dann die zwei Frauen, waren sie beide auf der Insel, was ist am Ende passiert und wer ist eigentlich krank und gab es eine Heilung?
Keine Antworten auf so viele Fragen. Da muss ich wohl erst mal im Netz suchen gehen nach einer kompetenten Filmbegleitung.
Jetzt folgt erst mal Thomas Manns "Lotte in Weimar" und ich finde bisher hat sich das ganze Werk ganz unterhaltsam beschwingt gegeben.